Ein Platz für Alle(s) – Entstehungsgeschichte Videoprojekt

In diesem Blogbeitrag möchten wir euch das Videoprojekt präsentieren, das anlässlich der Eröffnung des neuen Nibelungenplatzes im Rahmen Stadt des Miteinanders entstanden ist. Wir möchten vor allem auch zeigen, wie so ein Projekt zustande kommen kann, wie dadurch Stadt des Miteinanders sichtbar wird und was sich hinter den Kulissen abgespielt hat.

Videoprojekt „Ein Platz für Alle(s)“

Künstlerische Leitung, Regie, Choreografie, Schnitt: Margarete Spornberger
Produktion, Video, Aufnahme, Schnitt: Agnes Rehor, film.text.schnitt
Kamera: Agnes Rehor, Lisa Querner
Baustellenz-Zeitraffer: Doing Music, Hannes Boyer
Musik: Attwenger
Musikadaption: Tonstudio Lukas Höckner
Das künstlerische Videoprojekt ist Teil der Initiative „Stadt des Miteinanders“, die darauf abzielt, das Gemeinschaftsgefühl in Tulln zu stärken unter dem Anliegen „MITEINANDER LEBEN – VONEINANDER LERNEN – GEMEINSAM GESTALTEN“.

Wie Projekte im Rahmen Stadt des Miteinanders zustande kommen

Am Anfang steht immer eine Idee. Diese wird meist von Bürgerinnen oder Bürgern im Rahmen einer Stadt des Miteinanders Veranstaltung geäußert. Dies kann eine Tulln zu Gast Veranstaltung, eine Stadt des Miteinanders Werkstätte oder ein Gemeinsam Gestalten Treff sein. Doch eine Idee alleine reicht nicht. Einerseits ist es notwendig, dass Menschen bereit sind, sich für die Idee einzusetzen und diese auch Realität werden zu lassen, andererseits braucht die Idee auch eine Richtung.

Orientierung gibt unser Anliegen „Miteinander leben, Voneinander lernen, Gemeinsam gestalten“.

Trägt die Umsetzung der Idee dazu bei, dass wir gelungener miteinander leben, etwas voneinander lernen können oder gemeinsam und aktiv unser Zusammenleben gestalten?

Lautet die Antwort ja, denken wir gemeinsam weiter über die Idee nach und bringen sie in Form. Was braucht es alles, um sie zum Leben zu erwecken? Und welche Interessen stecken hinter der Idee? Alles, das im Rahmen der Stadt des Miteinanders umgesetzt wird, hat gemeinnützigen Charakter, sprich es dient allgemeinen Bürger:inneninteressen, wie der Freude, des Miteinanders, des gemeinsamen Tuns. Im Gegensatz zu kommerziellen, politischen oder religiösen Interessen.

Von Anfang an begleitet die Leitung der Stadt des Miteinanders ein Vorhaben und gibt Hilfestellungen. Hast du Interesse, möchtest du mehr erfahren, dann kontaktiere uns unter hallo@stadtdesmiteinanders.at.

Beispiel Videoprojekt „Ein Platz für Alle(s)“

Die Zahlen auf YouTube unseres Videoprojekts steigen stetig an und die Rückmeldungen werden immer mehr. Oft ist es so, dass man von Projekten nur das Endresultat wahrnimmt und dies als Ergebnis sieht. Doch dem ist nicht so – zumindest nicht im Rahmen der Stadt des Miteinanders. Wir vertreten die Ansicht, dass auch der Weg das Ziel sein muss. Eine Idee setzt sich nur dann gelungen um, wenn es Freude macht, es sich leicht anfühlt, Schwierigkeiten am Weg zwar entstehen, aber diese gemeinsam angegangen werden und schlussendlich das Ergebnis gefeiert werden kann.

So auch hier. Am Anfang stand das Lied der österreichischen Band Attwenger „(Do) Ged wer (do kumt nu ana da is wer)“ zu dem die Dienstags-Tanzgruppe von Margarete Spornberger improvisierte. Plötzlich der Gedanke: dieses Lied verkörpert recht gut das Leben am neuen Nibelungenplatz. Kreativität wird im Tanz ganz groß geschrieben, daher entstanden sofort Bilder im Kopf und Ideen für die Umsetzung.

Nach Rücksprache mit der Leitung der Stadt des Miteinanders, sowie der Stadtgemeinde, wurden nächste Schritte geplant. Um die Vielfalt und das Miteinander am Platz zu zeigen, wurden rund 100 Erwachsene / Jugendliche und 20 Kinder eingeladen mitzumachen. Dabei galt es ganz unterschiedliche Menschen bei ganz unterschiedlichen Tätigkeiten zu zeigen.

Es gab ein Konzept und Drehbuch, doch auch die Mitwirkenden selbst brachten sich bei den Dreharbeiten aktiv ein. Die jugendlichen Turnerinnen brachten Ideen für Reckübungen mit, die Volkstanzgruppe hatte Formation geprobt oder der Skater zeigte seine Tricks.

So war die gemeinsame Arbeit am Video, das gemeinsame Entwickeln von Szenen, spontane Ideen vor Ort, das Mitwirken von allen und die Freude am Tun, wohl das Entscheidendste am Videoprojekt.

Durch die Umsetzung als Videoprojekt war es möglich die Organisation zeitlich aufzuteilen, Szenen an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Uhrzeiten zu drehen. Doch auch das war nervenaufreibend: wird das Wetter halten? Wird die Baustelle rechtzeitig fertig sein? Gibt es Bauzäune, die noch im Weg stehen? Darüber hinaus war es möglich ein Zeitzeugnis zu erstellen, das uns alle noch lange an die Zeit der Eröffnung erinnern wird.

Schließlich fand die öffentliche Erstausstrahlung am Mittwoch, 26. Juni 2024 im Rahmen der Eröffnung des Nibelungenplatzes, sowie auf YouTube statt. Spätestens dann kam ein weiterer Effekt der gemeinsamen Arbeit zu Tage: Die Vielzahl an Bürger:innen, die sich an der Gestaltung beteiligt hatten, entwickelten ein Gefühl der Verbundenheit und des Stolzes gemeinsam ein so kreatives Projekt durchgeführt zu haben. Es zeigte die Verbundenheit zur Heimat und auch das Kreative, das in uns allen steckt.

Die Macher:innen des Videos zeigten sich ebenfalls gerührt und sehr erfreut, dass das Videoprojekt so weiter Kreise zieht. Für Kreativschaffende ist es oft nicht so leicht, dass ihre Kunst gesehen wird. In diesem Fall sorgen wir auf vielen Kanälen dafür, das dem so ist.

Vielen Dank daher an alle, die mit so viel Begeisterung, Herzblut und Kreativität dabei waren, allen voran unserem Macher:innenteam Margarete und Agnes!

Du möchtest auch ein Projekt in Tulln umsetzen? Sprich mit der Leitung der Stadt des Miteinanders, Kontakt hier!